Bauen mit Lehm: die natürliche Alternative im Jahr 2023
In den letzten Jahren ist Lehm als Baustoff wieder gefragter, vor allem als natürliche Alternative zu Zement und Beton.
Lehm lässt sich in vielen Bereichen des Hochbaus einsetzen, mit entsprechend vielfältigen Bauweisen und Techniken.
Warum Lehm?
Lehm ist ein natürlicher Rohstoff und gut formbar. Da er nur trocknet und nicht abbindet, lässt er sich mit Wasser wieder anfeuchten und neu bearbeiten.
Lehm speichert Wärme und gibt sie langsam wieder ab. Das gleicht Temperaturschwankungen aus. Zudem nimmt er Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, das verbessert das Raumklima und beugt Schimmel vor.
Anwendung im Bau
Beliebt sind Stampflehmwände und Stampflehmböden: Feuchter Lehm wird in Schalungen gestampft und trocknet dann aus. Sie sind stabil, speichern Wärme und gleichen die Raumfeuchte aus. Stampflehmböden lassen sich fugenlos herstellen, sind nicht brennbar und mit Wachs, Öl oder Kasein pflegeleicht.
Lehm im Innenausbau
Auch im Innenausbau ist Lehm verbreitet, etwa als Lehmputz, Lehmziegel oder Lehmplatten. Lehmputz trägt zu einem ausgeglichenen Raumklima bei. Mit Zuschlägen wie Stroh, Fasern oder Pigmenten entstehen Oberflächen, die zu vielen Stilen passen.
Lehm ist vielseitig und nachhaltig. Wer zukunftsfähig bauen will, sollte ihn als Baustoff mitdenken.